England Führerschein auch nach dem BREXIT unbeschränkt in Deutschland gültig

Wer einen Führerschein aus England hat oder in England eine Wiedererteilung, Umschreibung oder einen Neuerwerb plant braucht sich grundsätzlich keine Sorgen zu machen. Der Führerschein aus England ist und bleibt auch nach dem BREXIT vollständig international gültig, selbstverständlich auch in Deutschland.

Zu beachten sind jedoch einige wichtige Punkte, die Sie dringend beachten sollten!

Die Vorteile des englischen Führerscheins ist auch nach dem Brexit in vollem Umfange gegeben

Der Führerschein aus England bietet eine ganze Reihe vor Vorteilen: Er ist international bestens anerkannt und weltweit einsetzbar, lässt sich jederzeit auch wieder in einen anderen landesspezifischen Fuhrerschein umschreiben und kann jederzeit auf andere Klassen erweitert werden. Auch kennt England die langwierigen Wege der MPU im Falle des Falles nicht.

Für die Beantragung eines Neuerwerbs, ebenso aber auch für die Wiedererteilung und Umschreibung muss der entsprechende Antragsteller einen möglichst dauerhaften Wohnsitz (mindestens 185 Tage) in England nachweisen. Dies gilt als Voraussetzung, damit sich die englische Führerscheinbehörde DVLA verantwortlich fühlt, einen solchen Antrag zu bearbeiten und einen entsprechenden Führerschein auszustellen.

Diese Anforderung eines Wohnsitz (im gesetzlichen Klartext „Einhaltung der Wohnsitzerfordernisse“ genannt) gilt im Übrigen in jedem Land. Anders als zum Beispiel in Deutschland oder Österreich ist dafür jedoch keine Anmeldung beim Einwohnermeldeamt erforderlich, da es in England kein Einwohnermeldegesetz gibt. Dennoch sollte speziell diesem Punkt bei der Beantragung eine sehr hohe Bedeutung beigemessen werden. Wir gehen auch davon aus, dass genau dieser Punkt nach dem Brexit erheblich an Bedeutung gewinnen wird, da Großbritannien dann nicht mehr in der EU ist und vorhat, die Zuwanderung einzuschränken.

 

Keine MPU in England

Keine Veränderung der Führerschein Regularien nach dem Austritt Englands aus der EU / Brexit

Auch mit dem Austritt England aus der EU im Apri 2019 wird sich hinsichtlich dem Procedere bei der Wiedererteilung, Umschreibung oder dem Neuerwerb eines Führerscheins nichts ändern, denn es handelt sich hierbei um reine landesspezifische Verfahren durch die englische Führerscheinbehörde DVLA. Das Verfahren bleibt also völlig gleich, nach wie vor können ausländische Führerscheine und natürlich auch deutsche in englische Führerscheine umgetauscht werden.

Keine Veränderung bei der Anerkennung der Gültigkeit des englischen Führerscheins in anderen Ländern, zum Beispiel in Deutschland oder Österreich

Auch nach dem BREXIT gelten für die Nutzung eines englischen Führerscheins – wie für jeden anderen Führerschein aus dem Ausland auch – nach wie vor die gleichen Bedingungen. Es gelten nämlich, wie bereits jetzt, primär die einschlägigen Bedingungen der landesspezifischen Straßenverkehrsordnungen über das Fahren zum Beispiel in Deutschland mit einer ausländischen Fahrerlaubnis.

Wann ist ein ausländischer Führerschein (egal ob EU Mitgliedsland oder nicht) in Deutschland ungültig?

Das Bundesministerium für Verkehr und Infrastruktur hat hierbei entsprechende Regularien veröffentlicht, die für ausländische Führerscheine gelten.

Ein ausländischer Führerschein berechtigt nicht zur Teilnahme am Straßenverkehr in der Bundesrepublik Deutschland,

+ wenn er nicht mehr gültig ist,

+ wenn er ein Lernführerschein oder ein anderer vorläufig ausgestellter Führerschein ist,

+ wenn Sie das in der Bundesrepublik Deutschland für die Erteilung einer Fahrerlaubnis vorgeschriebene Mindestalter noch nicht erreicht haben und Ihre Fahrerlaubnis nicht von einem anderen Mitgliedstaat der Europäischen Union oder einem anderen Vertragsstaat des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum erteilt worden ist,

+ wenn Sie zum Zeitpunkt des Erwerbs der ausländischen Fahrerlaubnis Ihren ordentlichen Wohnsitz in der Bundesrepublik Deutschland hatten,

+ wenn Ihnen die Fahrerlaubnis in der Bundesrepublik Deutschland entzogen oder versagt worden ist oder Ihnen die Fahrerlaubnis nur deshalb nicht entzogen worden ist, weil Sie zwischenzeitlich auf sie verzichtet haben (bei Fahrerlaubnissen, die in einem anderen Mitgliedstaat der EU ausgestellt wurden, können Besonderheiten zu beachten sein. Setzen Sie sich in diesem Fall mit der Fahrerlaubnisbehörde Ihres Wohnortes in Verbindung. Diese kann klären, ob gegebenenfalls weiterhin Eignungszweifel bestehen.) oder

+ solange Sie in der Bundesrepublik Deutschland, im Ausstellungsstaat des Führerscheins oder in dem Staat, in dem Sie Ihren ordentlichen Wohnsitz haben, einem Fahrverbot unterliegen oder der Führerschein beschlagnahmt, sichergestellt oder in Verwahrung genommen wurde.

Das Recht von einer ausländischen Fahrerlaubnis nach einer Entziehung in der Bundesrepublik Deutschland wieder Gebrauch zu machen, wird auf Antrag durch die Fahrerlaubnisbehörde wieder erteilt, wenn die Gründe, die zur Entziehung geführt haben, nicht mehr bestehen.

 

Was sich in England mit dem Brexit ändern kann – erschwerte Einhaltung der Wohnsitzerfordernisse nach dem Austritt, wenn man sich nicht rechtzeitig kümmert

Was sich in England möglicherweise mit dem Austritt aus der EU ändern kann, ist eine wesentlich schwierigere Erfüllung der Wohnsitzerfordernisse.

 

Denn heute braucht ein EU Bürger aufgrund des uneingeschränkten Rechts, in jedem anderen EU Land unbeschränkt wohnen zu können, keine Aufenthaltsgenehmigung, Langfrist Visum oder ähnliches.

 

Es ist derzeit nicht absehbar, dass so etwas kommen wird, jedoch besteht das latente Risiko, dass Bürger, die nach dem Austritt England aus der EU einen solchen Schritt planen, höhere Anforderungen an die Einhaltung der Wohnsitzerfordernisse erfüllen müssen.

 

Es ist ferner im Gespräch, dass EU Bürger, die vor dem Austritt Großbritanniens aus der EU, also vor April 2019 einen Wohnsitz in England begründen, werden uneingeschränkt weiter nutzen können, ohne weitere Auflagen erfüllen zu müssen.

Ob Einschränkungen bei Wohnsitzerfordernissen nach dem BREXIT für Deutsche kommen, ist jedoch offen

Ob und inwieweit dies jedoch umgesetzt wird, ist heute völlig unklar. Denn damit würden neben ca. 3,5 Millionen EU Bürgern, die heute auf der Insel leben, auch ca. 1,5 Millionen Briten, die heute permanent in Ländern wie Spanien, Frankreich, Irland und Deutschland wohnen oder arbeiten, vor dem gleichen Problem stehen. Tendenziell ist also eher davon auszugehen, dass die Austrittsverhandlungen zu bilateralen Abkommen wie zum Beispiel mit der Schweiz oder mit Norwegen (EWR Länder) führen, so dass ein uneingeschränkter Umzug in oder aus Länder wie Deutschland und Österreich auch nach dem BREXIT problemlos möglich ist.

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